Orthomedio
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Orthopädische Mass-Schuhe

Der orthopädische Mass-Schuh ist ein Hilfsmittel zur Rehabilitation und Versorgung pathologischer Zustände des Fusses.

Der orth. Mass-Schuhe wird über einen individuell für den Patienten angefertigten Leisten hergestellt. Alle erforderlichen Konstruktionselemente werden im Schuh miteingearbeitet.

Jede Erstversorgung benötigt eine ärztliche Verordnung und die Voraussetzung für den Erfolg der Versorgung ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Arzt, Orthopädie-Schuhmacher und Patient.

Bilder vom Gips bis zum fertigen Mass-Schuh 

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Indikationen:

  • Formabweichungen
    Disproportion, ungleiche Fussgrösse, Schwellung, Skelettveränderung, starke Formabweichungen
  • Fussdeformitäten
    Fussdeformität, Skelettveränderungen, Missbildungen, Teilamputationen 
  • Funktionsstörungen
    Bewegungseinschränkungen, Fehlstellungen, Gelenkveränderungen, Gelenkentzündungen, muskuläre Insuffizienzen, Lähmungen, Neuropathien 
  • Beinverkürzungen
  • Beinlängendifferenzen die 25 mm übersteigen
  • Orthesenversorgung Ergänzung zu Orthesenversorgung bei Bedarf an grossem Volumen und/ oder ergänzende funktionelle Massnahmen

 

Die Indikation richtet sich nach dem Befund, der Beurteilung und dem therapeutischen Ziel. Mass- Schuhe sind indiziert, wenn dem Kunden nicht mehr mit einfacheren Mitteln - wie den orth. Serienschuhen od. orth. Einlagen/Schuhzurichtungen - befriedigend geholfen werden kann.


Die Anfertigung eines orth. Mass-Schuhs ist sehr aufwändig und beinhaltet viele kleine, einzelne Arbeitsschritte und technische Massnahmen. Es gehören alle/einzelne Einbauelemente und Vorkehrungen dazu, die ein solches Hilfsmittel erfordern wie z. Bsp:

  • Funktionsausgleich
    Meistens sind hier die Beinlängen- od. Kompensationsunterschiede die im Massschuh eingebaut und demontierbar sind gemeint 
  • Fussbettung
    Die plastische Fussbettung des Massschuhs bedeutet Dämpfung bei Sensibilitätsstörung, Atrophien oder Abrollhilfe bei Einschränkung d. Gelenkbeweglichkeit 
  • Entlastung
    Mit der Entlastung wird eine Druckverteilung um empfindliche, überlastete Zonen zu betten oder komplett zu entlasten eingearbeitet. Dies kann auch die zusätzliche Entlastung von Muskelgruppen, Bänder, Sehnen bedeuten
  • Stützung
    Eine gezielte Abstützung einzelner Bereiche soll die gestörte Statik korrigieren oder kompensieren um so funktionelle Verbesserungen zu bewirken
  • statischer Ausgleich
    Bei statischen Fehlstellungen ist, nebst der korrekten Abstützung und Bettung des Fusses, die Verbesserung des Lotaufbaus besonders wichtig. Medial oder lateral verbreiterte oder hochgezogene Bettungswandungen sind dabei eine Voraussetzung für eine Korrektur der Fehlbelastungen
  • Beinlängenausgleich
    Im Mass-Schuh wird die Beinlängen-und Spitzfusskompensation unter Beachtung der Statik, des Beckenstands und der Wirbelsäule, im Funktionsausgleich eingebaut
  • Fusslängenausgleich
    Bei grösseren Fusslängendifferenzen ist es notwendig, den Längenunterschied kosmetisch anzugleichen, damit die Schuhe gleich lang aussehen. Dies bedeutet auch die Schrittlänge und gleichmässige Schrittabwicklung positiv beeinflussen zu können
  • Defektausgleich
    Der Einbau sogenannter Defektausgleiche bei Teil- Amputationen am Fuss ist nicht nur ein kosmetisches Erfordernis um normale Schuhformen zu erhalten, sondern funktionell für die Gangabwicklung notwendig
  • Abrollhilfe
    Für in der Beweglichkeit reduzierter oder versteifter Gelenke hat die Rollen-wirkung eine wesentliche Bedeutung. Eingesetzt ebenfalls für eine gezielte Entlastung schmerzhafter Stellen oder die Schrittabwicklung, kann mittels einer richtig positionierten Abrollung dieselbe zusätzlich gesteuert oder gar erst ermöglicht werden
  • Stabilisation
    Versteifende Massnahmen werden als flankierende Massnahmen mittels Carbon- oder thermoplastischer Versteifungstoffen direkt am Funktionsausgleich eingebaut. Dies können Stütz- Fixationskappen oder Stützlaschen evtl. aber auch Peronäus- und Arthrodesenkappen sein, die die gewünschte mediale oder laterale Führung, je nach Anforderung, gewährleisten.
  • Dämpfung
    Der Pufferabsatz ist das bekannteste und wirkungsvollste Dämpfungselement. Viele zusätzliche weitere Möglichkeiten sind im Bodenbau, der Fussbettung und der Schaft-Oberteilkonstruktion als Entlastende Massnahmen möglich und nach Bedarf denkbar

Gipsmodell / Leisten
Als Modell über das der orth. Mass-Schuh oder der Innenschuh gearbeitet wird, muss ein individuell geformter Leisten angefertigt werden. Er bleibt als Modell resp. Werkstück beim OSM, der ihn, dem Tragergebnis entsprechend, laufend verbessert.
Bei einfacheren Fällen genügt die Chaussierung/Bearbeitung eines Holzleistens. Bei schwierigen Füssen erfolgt die Massabnahme am Fuss durch ein Gipsmodell. (Abformmodell)

Das so abgenommene Negativ wird mit spez. Hartschaum ausgegossen und der dadurch entstandene Roh-Giessleisten wird sodann den orthopädischen Erfordernissen nachbearbeitet.
Im Leistenbau sind auch die besonderen Kundenwünsche zu berücksichtigen um damit auch ästhetischen Anforderungen gerecht zu werden.

Folienprobe
Über den modellierten Leisten wird vorerst eine Probe Fussbettung erstellt und die vorgesehenen technischen Massnahmen angebracht.
Eine erste Anprobe erfolgt mit thermoplastischem Klarsicht- Folienmaterial. Mit dem durchsichtigen Folienprobeschuh ist am nackten Fuss der bearbeitete Leisten in Bezug auf die Übereinstimmung der Modellierung, der Fussbettung, der Entlastung und der Statik zu überprüfen und allenfalls nachzuarbeiten.

Gehprobe
Ein eigens angefertigter Probeschuh mit Lederoberteil (Schaft) dient der funktionellen und dynamischen Überprüfung der getroffenen Massnahmen wie Bettung, Einbauelemente, Stabilisierung, Beinlängenausgleich, Abrollung, sowie allen zusätzlichen Modifikationen.
Hierbei sind die letzten Korrekturen und allenfalls Wünsche des Patienten vor der definitiven Herstellung des Mass-Schuhs einzubringen und zu verarbeiten.

Das Modell des Schuhs
Die Schuhe sind den unterschiedlichsten Ansprüchen ausgesetzt (Arbeits- Freizeit- Haus- Wanderschuh und dies im Sommer und Winter). Es gilt eine Modellwahl zu treffen die obgenanntem Rechnung trägt, trotzdem ist es unmöglich, ein Universalmodell herzustellen das gleichzeitig allen Bedürfnissen gleichzeitig dient.
Das Ziel der Versorgung mit orth. Mass-Schuhen besteht darin, dem Patienten persönliche Unabhängigkeit und vor allem beschwerdefreie Fortbewegung zu ermöglichen, ihn im Beruf und dem Alltag/Gesellschaft einzugliedern und am öffentlichen Leben teilhaben zu lassen.